KUNSTSPEICHER

Platz für Kunst im mannheimer Jungbusch

In unmittelbarer, sowie in näherer Nachbarschaft zum Bauplatz, haben sich in den letzen Jahren Firmen der Musikindustrie sowie die renommierte mannheimer Popakademie angesiedelt. Ferner erfährt das
angrenzende Wohngebiet einen Zulauf an Studenten. Der Ansatz ist, eine Art Kulturinsel zu schaffen. Diese würde Menschen in den bis jetzt wenig frequentiertenTeil der Stadt ziehen und diesen beleben.
Einen ursprünglich für das Museum ausgeschriebenen Veranstaltungssaal bringen wir deshalb in einem separaten Kulturzentrum auf dem Baufeld unter. Dies fungiert als Informations- und Sammelpunkt für die umliegenden
Kulturstätten.

Der Bauplatz ist von verschiedensten Verkehrswegen umgeben und wird von diesen in seinen Ausmaßen limitiert. Das Gelände wird neben dem Gehsteig von der Schifffahrt, dem Bahn- sowie dem
Automobilverkehr geschnitten. Spätestens beim Betrachten des restlichen Hafengebietes wird klar, dass Kräne die Vermittler und somit die Schnittstelle zwischen den verschiedenenTransportformen
darstellen.
Um den mobilen Charakter des Ortes auch im Museum spürbar zu machen, wurden Schienen aus dem Aussenraum in den Innenhof gelegt. Die Hülle des Museums entsteht in Anlehnung an den Archetyp des Speichers.

Das Raumkonzept reagiert auf die verschiedenen Anforderungen mit einem breiten Angebot an Flächen- und Höhenvarianten. Das Gebäude ist in Backstein ausgeführt. Diese Materialität fügt sich in das rauhe, industrielle Umfeld der Hafengegend ein.